Ich gebe zu, ich bin in gewissen Dingen ein sehr schwieriger Mensch. Eine meiner größten Schwächen ist die mangelnde Entscheidungsfähigkeit.
Als im Jahr 2004 bekannt gegeben wurde das X-Men Regisseur Bryan Singer einen neuen Superman Film machen wird, nahm ich das zum Anlass eine Webseite rund um den wichtigsten Helden meiner Kindheit zu machen. In relativ kurzer Zeit verfasste ich einige Texte, schusterte ein passendes Design zusammen und stellte das ganze mit Hilfe des CM-System Joomla online http://www.superman-returns.info.
Schon bald merkte ich, dass die Pflege der Inhalte eine Person alleine überfordert und machte mich auf die Suche nach Gleichgesinnten um die Page aktuell zu halten. Dies stellte sich jedoch als schwieriger heraus als gedacht, denn obwohl Joomla als sehr einfach zu bedienen galt, überstieg die Erstellung von Inhalten die Kenntnisse und Möglichkeiten der in Frage kommenden Mitarbeiter bei weitem. Hinzu kam die schwache Benutzerverwaltung, die mir nicht ermöglichte, Benutzern für verschiedene Bereiche der Webseite individuelle Rechte zu geben. Also sah ich mich nach einer Alternative um und landete bei Drupal.
Kurz vor der Fertigstellung der Webseite stieß ich jedoch auf ein weiteres für meine Mitarbeiter, scheinbar, sehr gut geeignetes CMS.
Contrexx ist gegenüber allen anderen mir bekannten CMS unglaublich intuitiv gehalten und die Einarbeitungszeit entsprechend kurz. Das Handling von Templates ist ähnlich simpel gehalten wie bei Drupal oder Joomla. Alles wirkt aus einem Guss, da so gut wie alle Module von den Contrexx-Entwicklern selbst stammen. Ich fasste also den Entschluss die Webseite abermals mit einem anderen System umzusetzen.
Jetzt da ich wieder kurz vor der Fertigstellung der neuen Webseite stehe und an sich nur noch Kleinigkeiten anzupassen habe beginne ich wieder zu zweifeln. Was ich Anfangs nicht bemerkte oder vielleicht in meiner Euphorie über die Einfachheit von Contrexx nicht bemerken wollte, war die fest vorgegebene Struktur der Inhalte aus der es fast unmöglich auszubrechen schien. Es ist toll, wenn man sich wirklich nur um die Inhalte kümmern muß und diese nach dem Einfügen sofort über die Seitennavigation verfügbar sind, doch wo bleibt da die Individualität? Sicherlich gibt es Workarounds die eben diese Struktur sprengen, doch kann ich diese wiederum keinem potentiellen Mitarbeiter zumuten.
Mit Drupal kann ich eine feste Struktur nach belieben vorgeben, bin aber nicht darauf angewiesen. Ich kann die Navigation individuell gestalten oder aber dynamsich generieren lassen, ohne Eingriffe in den Quellcode vornehmen zu müssen, wie es leider mit Contrexx unter Umständen der Fall wäre. Eine weitere Negativeigenschaft von Contrexx ist die mangelnde Community Funktionalität. Hier merkt man Contrexx an, dass es in erster Linie für kleinere Unternehmen entwickelt wurde die sich auf einfache Art und Weise im Netz präsentieren wollen. Was ich zuvor als äußerst positiv angesehen habe, stellt sich im Nachhinein als Negativ heraus. Es gibt so gut wie keine Module von Drittentwicklern. Zwar gibt es für fast jede Situation das passende Modul, jedoch sind diese bei aller Intuitivität entweder nicht ausgereift oder einfach nicht individuell einzusetzen.
Somit bin ich also wieder bei Drupal gelandet und arbeite derzeit an der Umsetzung.
Ist dies mein endgültiger Entschluss?
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