Weblog von Markhelmich

Kolonisierung in Madagaskar

König Ramada I. einigte zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Königreich Madagaskar. Auf seinen Tod im Jahr 1828 folgte seine Frau Ranavalona als Königin (1828 bis 1861). Der Einfluss der Briten wurde zurückgedrängt, Missionare vertrieben und Christen verfolgt. Madagaskar schloss sich gegen die Aussenwelt ab. Ranavalonas Sohn Radama II. öffnete dagegen wieder die Grenzen des Landes, fiel jedoch bereits nach zwei Jahren einem Mordanschlag zum Opfer. Unter den nachfolgenden drei Königinnen wurde versucht, die Mächte Grossbritannien und Frankreich gegeneinander auszuspielen, es konnte aber nicht verhindert werden, dass die Franzosen sich als Schutzherren der Katholiken immer wieder in die inneren Angelegenheiten von Madagaskar einmischten.

Mit der Beschiessung und Stürmung der Städte Majunga und Tamatave begann ein Krieg, der 1865 mit der Unterzeichnung eines Vertrages endete, indem Madagaskar Gebietsabtretungen akzeptieren musste, 1890 erkannten auch die Briten die Ansprüche Frankreichs an, 1896 wurde Madagaskar endgültig zur französischen Kolonie.

Wirtschaft in Nigeria

Nach der Beendigung des Bürgerkrieges verzeichnete das Land einen raschen Aufschwung in engem Zusammenhang mit der Erdölförderung. Hatten bis dahin Agrarprodukte den Export dominiert (Kakao, Kaffee, Erdnuss, Baumwolle, Palmöl und Palmnüsse), so machten ab dann Erdöl und seine Derivate mehr als 90% der Ausfuhren aus. Nigeria schaffte es in der Zeit der hohen Preise jedoch nicht, Rücklagen zu bilden, und wurde vom Preisverfall extrem hart getroffen (hohe Auslandsverschuldung, restriktve Importpolitik).

Botswana

Ein erfolgreiches Konzept hat dazu beigetragen, Botswana zu einem der wenigen afrikanischen Staaten zu machen, die seit der Unabhängigkeit den Weg der Demokratie nie verlassen haben. Hinreichend für eine Garantie der demokratischen Werte ist dies aber nicht. Eine zufriedenstellende Ökonomie, eine kleine Zahl von Bürgern und eine gut situierte Oberschicht mit Tradition wie beim zweiten Modellfall der afrikanischen Demokratie, Mauritius, sind weitere Argumente. Demokratisch heißt in Botswana allerdings nicht sozia gerecht. Das Verhältnis zwischen höchsten und niedrigsten Einkommen betrug hier 1985 23,6 : 1, dies wird nur noch von Ländern wie Brasilien (26:1) übertroffen.

Kenia

Wirtschaft in Kenia:

Die Ökonomie in Kenia ist vor allem auf die Erzeugung und den Export landwirtschaftlicher Produkte ausgerichtet, vor allem Kaffee und Tee. Der Tourismus (überwiegend Massentourismus) ist ein wichtiger Devisenbringer (2002 kamen ca. 730.000 Touristen) In der Ostafrikanischen Gemeinschaft (mit Uganda und Tansania) hat Kenia seit der Kolonialzeit einen günstigen Markt für seine industrielle Produktion.

Namibia

In der ersten Phase der Kolonisierung von Deutsch-Südwest (nach der Unterzeichnung von Verträgen zwischen einheimischen Herrschern und dem deutschen Kaufmann Lüderitz) konnte das Land Namibia wirtschaftlich nur wenig bieten. Kolonialgesellschaften sicherten sich Schürfrechte oder Weidegebiete zum Weiterverkauf an Siedler. Deutsche im Süden und vor allem burische Einwanderer erwarben große Bodenflächen, deren sich die konzessionsgesellschaften und die Regierung durch Enteignung der Besitzer bemächtigt hatten, und begannen Viehzucht zu betreiben. manche von ihnen fingen als Händler an und sicherten sich über den Verkauf eingeführter Güter (Alkohol und Waffen spielten eine wichtige Rolle) den notwendigen Grundstock  an Vieh und die Nutzumgsverträge für die Weiden.

Tunesien

Im Jahr 670 baute Uqba bin Nafi die heilige Stadt Kairouan 158 km südlich von Tunis zum Zentrum seiner Expansionen auf. Der anfängliche Widerstand der berberischen Bevölkerung im heutigen Tunesien wandelte sich zu einer Symbiose: die gemeinsame Sprache wurde Arabisch, die Gesellschaft transkulturell und die Religion Islamisch. Das arabische Tunis überlagerte das phönizische und römische Karthago. Tunesien wurde zum Kernland des arabischen Westens und zur Drehscheibe des Handels.

Mauritius

Die franzöischen Kolonisten auf Mauritius begrüßten anfangs die Französische Revolution mit Begeisterung und bildeten eine lokale Selbstverwaltung. Die Abschaffung der Sklaverei 1794 liess sie jedoch mit der Metropole Paris brechen, erst Napoleon konnte nach der Wiedereinführung der Sklaverei 1803 die Kontrolle über Mauritius wieder übernehmen. Dabei waren, im Gegensatz zu den Sklavenökonomien in Amerika, die Sklaven auf Mauritius nicht wirklich produktiv. Es gab zwar Plantagen und Zuckerrohrfelder, aber die Landwirtschaft war mehr auf die Subsistenz als auf den Export hin orientiert, der Reichtum der insel kam zuerst aus dem Handel, aus seinem günstig gelegnen Hafen.

Südafrika

Wurzeln der Apartheit in Südafrika

Im äußersten Süden Afrikas begann die Kolonisierung früh. Die verschiedenen Völker der Khoikhoi (Hottentotten) und San (Buschmänner), die die holländischen Einwanderer vorfanden, wurden versklavt, ausgerottet oder vermischten sich mit den Europäern. Aus dieser Begegnung entstand weniger eine kreolische Gesellschaft wie auf den Inseln des Indischen Ozeans, noch der exotische Feudalismus der frühen portugiesischen Expansion in Mosambik und Angola. Christliche Bauern machten sich zu Herren über das heutige Südafrika, das ihnen nach ihrer Denkweise Gott zugedacht hatte. Es war ihr Gott, in dessen Namen sie Menschen anderer Rasse oder Ideologie unterdrücken, ausbeuten und entrechten durften.

Ägypten Geschichte

Ende des 19. Jahrhunderts wird Ägypten ein Protektorat Englands, jedoch erlangt das Land 1922 unter König Fuad die formale Unabhängigkeit zurück und ist zu der Zeit eines der wenigen Länder in Afrika, die der direkten Kolonialherrschaft entkommen sind..

1952 beendet ein Militärputsch die Herrschaft der Königsdynastie und 1954 putscht Gamal Abdel Nasser seinen Vorgänger von der Macht. Er verstaatlicht unter anderem den Suezkanal und errichtet mit sowjetischer Unterstützung den Assuan-Staudamm. 1967 verliert Ägypten im Sechstagekrieg den Sinai an Israel. 1970 stirbt Nasser, sein Nachfolger wird Anwar el Sadat, dem es 1973 gelingt, einen Teil des Sinai zurückzuerobern. 1979 schert Sadat mit dem Friedenschluß mit Israel aus der arabischen Anti-Israel-Liga aus, 1981 wird er ermordet. Seitdem bestimmt Hosni Mubarak in autoritärer Manier die Geschicke Ägyptens.

Marokko

Zentrale Figur der Politik in Marokko war König Hassan II., der sich trotz zahlreicher Attentats- und Umsturzversuche seit seinem Amtsantritt 1961 an der Macht hielt. Hassan vermittelte gewieft zwischen arabischen sowie westlichen Positionen und wurde allgemein als gemäßigter arabischer Staatschef angesehen. Innenpolitisch setzte er allerdings eine Geheimpolizei und verfolgte politische Gegener. Das international positive Bild von Hassan II. wurde durch sein Vorgehen in der Westsahara eingetrübt: 1975 schickte er 300.000 Marokkaner in die von Spanien geräumte Westsahara, die auch von Mauretanien beansprucht wurde.

Am 29. Juli 199 starb König Hassan II.

Inhalt abgleichen