Museen

14. April 2005 - 17:51 | Neuen Kommentar schreiben

In den letzten drei Wochen habe ich (zum wiederholten Mal) zwei Museen besucht, die beide Kunst des 20 Jahrhundert ausstellen, die [url=http://www.smb.spk-berlin.de/smb/sammlungen/de]Neue Nationalgalerie in Berlin[/url], das andere die [url=http://www.tate.org.uk/modern/default.shtm]Tate Gallery[/url] in London.
Ich gehe ausgesprochen gern ins Museum, laß mich inspirieren, verführen von schönen Dingen oder zu Diskussionen hinreißen über streitbare Ausstellungen.
Beide Museen haben einen sehr unterschiedlichen Eindruck auf mich gemacht. Nicht so sehr, wegen der Kunst, die dort präsentiert wurde, mehr wegen der Umgebung und wie sie präsentiert wurde. Das Berliner Museum war relativ gut von zumeist Nicht - Berlinern besucht, die Tate Gallery war richtig voll und das Publikum sehr gemischt (alte und junge, Londoner und Besucher).
Das mag daran liegen, dass der Eintritt frei war (nur Sonderausstellungen müssen bezahlt werden), aber mehr glaube ich, liegt es an der Art, wie mit den Besuchern umgegangen wird. In der Tate Gallery wurde man sehr freundlich begrüßt, informiert und auch innerhalb der verschiedenen Ausstellungsebenen. Es gab eine Menge Zusatz- und Hintergrundinformationen, wer mag, kann an thematischen Workshops teilnehmen, selber Kunst machen, mitten in der Ausstellung. Alles ist unglaublich offen, freundlich und kommunikativ. Nicht zu vergessen, viele Plätze zum Schauen, Ausruhen, Essen und Trinken.
Das habe ich in Berlin vermißt. Das Museum ist dort mehr ein Ort für Touristen, scheint mir. Aber nichts an diesem Ort hat wirklich zum Verweilen eingeladen. Das finde ich schade, weil die Ausstellung selbst wirklich interessant war.

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