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Angst
21. March 2006 - 11:55 | Neuen Kommentar schreiben
Angst gehört neben Freude, Trauer und Wut zu den biologisch verankerten affektiven Grundgefühlen des Menschen, und zwar über Kulturgrenzen hinweg.
Gefühle geben dem Menschen Orientierung und helfen ihm sein Leben mit der notwendigen Energie zu gestalten.
Jedes Gefühl hat einen Auslöser, einen Zeitbezug, eine Funktion und hat ein bestimmtes Verhalten zur folge.
Der Auslöser für Angst ist eine Bedrohung vor etwas, was kommt, also in der Zukunft liegt. Wir wollen uns davor schützen und versuchen diese Bedrohung zu vermeiden oder flüchten vor ihr.
Wie der Mensch seine natürlichen Gefühle wahrnimmt, mit ihnen umgeht und sie äußert, lernt er in der Kindheit. Wenn es ihm erlaubt ist, Gefühle auszuagieren und er lernt, realitätsbezogen damit umzugehen, dann ist das für eine gesunde psychische Entwicklung förderlich.
Dabei spielen die Eltern, Gro�eltern, Vorbilder, Erwachsene eine entscheidende Rolle. So, wie sie mit Gefühlen umgehen, so erlernen es ihre Kinder. Werden bestimmte Gefühle nicht gezeigt, lernt sie das Kind nicht als etwas Nützliches kennen.
Und hier liegt meist auch der *Hase im Pfeffer*.
Kleinkinder reagieren, zwecks mangelnder Kognitivität, reflexhaft. Schulkinder agieren schon bewußter und sie lernen, Gefühle zu verdrängen oder wegzuschieben.
Erwachsene sollten in der Lage sein, ihre Gefühle bewußt wahrzunehmen, der Situation angemessen, passend zu reagieren.
Mit dem verdrängen und wegschieben von Gefühlen tut sich der Mensch nix Gutes. An die Stelle seines echten Gefühls tritt ein anderes, eines, welches in der Situation geduldet, erlaubt ist. Das passiert mehr oder wenigere bewußt und wird zu einem reflexhaften Verhalten.
Meist steckt hinter dem gezeigten Gefühl das wirkliche, das verborgene:
Hinter offener Feindseligkeit steckt meisten Angst vor Nähe oder Zurückweisung, hinter unpassender Freude die Angst vor Enttäuschung, Verlust.
Hinter übersteigerter Angst meistens Ärger, Wut über die Herausforderung, über hohe Anforderungen, über Verletzungen, Verlust.
Ein Weg heraus aus diesem *Teufelskreis* wäre, das dahinter liegende Gef�hl erlebbar zu machen.
Ein langer Weg....
- Weblog von Christine Graf
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