House Styles

Verfasst von Storch am Sa, 2006-02-11 03:02.

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[b]Chicago House[/b]
(vereinzelt auch Classic House genannt) ist die Ur-Form der heutigen House Music.

Ende der 1970er Jahre legte der Discjockey Frankie Knuckles Discoklassiker (besonders beliebt waren damals Platten des New Yorker Salsoul-Labels) und Euro-Importe im Chicagoer Szeneclub Warehouse auf. Zu dieser Zeit war der kommerzielle Ausverkauf von Disco so gut wie vorbei und die Discomusik kehrte wieder zu ihren Ursprüngen in den Underground zurück.

Das 1977 eröffnete Warehouse war damals einer der wenigen Clubs in Chicago. Es war ein ziemlich abgesüffter Gay-Club, der jedoch ein gutes Soundsystem vorzuweisen hatte. Als Frankie Knuckles das Auflegen ordinärer Discomusik zu langweilig wurde, begann er sie mit Soul (vornehmlich Philly-Soul), P-Funk und elektronischer Musik aus Europa wie etwa von Kraftwerk zu phantasievollen und ausufernden Collagen zu vermischen. Von nun an begannen immer mehr schwarze DJs Soul- und Funkstücke mit Kraftwerk-infizierten Dancebeats aufzufrischen.

In den Plattenläden sprachen die Leute bald nur noch von "that sound they play down the house". So erhielt die neue Musik endgültig ihren Namen und der Ur-House erblickte das Licht der Welt.

Die Entwicklung des Chicago House war nun besonders von technischen Innovationen auf der Basis von einfachen Basslines und einem "four-to-the-floor"-Rhythmus geprägt. Äußerst charakteristisch sind die sehr häufig eingesetzten Piano-Loops. Bereits 1981 gründete sich das erste House-Label Hot Mix 5.

Irgendwann in den Anfängen der 1980er, als sich immer mehr neue Housestile, wie z.B. Garage House und Acid House, herausbildeten, sprach man bald nur noch von House Music. Der Begriff Chicago House wird aber heute noch gern verwendet, um den ersten Housestil von neueren Entwicklungen abzugrenzen.

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[b]Deep House[/b]
Deep House ist die langsamste und melodiöseste Stilart der House Music. Musikalisch dominiert hier ebenso der gut tanzbare gerade 4/4-Takt.

Oft wird dieser Musikrichtung auch der Name "Lounge Sound" gegeben, da es oft als Hintergrundmusik in Bars gespielt wird. Smoovige Basslines in den Tracks, haben dieser Richtung seinen Namen gegeben. Das Spektrum der Tracks ist sehr gross, es geht von Soulmusic einflüssen, über Jazz bis zu Tech House, aber alles in einem "gemütlichem, groovigem" Tempo.

Geschwindigkeit: 122 - 127 bpm

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[b]Entwicklung und Geschichte[/b]
In New York entwickelte Fingers Inc. 1986 den Deep House, der sich mit seinen jazzigen, gesangslasstigen Arrangements vom New Yorker Garage House abhebt. Deep House hat ungefähr die selbe Geschwindigkeit wie Disco (damit etwas langsamer als andere Housestile) aber hypnotisierendere Grooves und war eine Reaktion auf die vorherrschende hysterische Party House Music. Elementar und charakteristisch für den Deep House ist die Nighttime-Atmosphäre, betont durch Strings- und Flute-Sounds. Gewürzt ist der Deep House mit einer kräftigen Portion Soul.

In Chicago kam zu einer regelrechten Deep House-Welle. Die meisten House-Produzenten produzierten nun auch Deep House-Tracks wie z.B. Tyrees Klassiker "Nighttime"(1989) und "Summertime"(1989), Fast Eddies "Can U Still Dance"(1988) und Marshall Jeffersons "Truth Open Your Eyes"(1988). Zu den stilprägenden Alben gehören u.a. Frankie Knuckles' "Deep House" und Joe Smooths "Promised Land".

Musikgeschichtlich gesehen war die Entwicklung des Deep House die Weiterentwicklung des Chicago House mittels der Fusion mit dem Garage House aus New York zu einem neuen gemeinsamen Sound und einer Vereinigung und Annäherung der beiden bisher sehr getrennt und autark existierenden Szenen. Deep House ist bis heute der in den Clubs am weitesten verbreitete House-Stil.

Die regionale Ausdifferenzierung und die Weiterentwicklung des Ur-House führte 1986 neben der Entwicklung des Deep House aber auch zur Ausbildung eines weiteren Stils in Chicago: dem Acid House, der außer eines riesigen Hypes 1988 in England aber niemals an die lange und gleichbleibende Popularität des Deep House heranreichte.

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[b]Disco House[/b]
Disco House ist eine Stilart der House Music.

Disco House ist die Verschmelzung vom Discosound (Disco-Musik) der 1970er und der klassischen House Music. Dazu werden meist Musik- und Gesangteile aus den alten Stücken herausgeschnitten und zu einer völlig neuen oder abgewandelten Melodie zusammengelegt. Dieser Stil des House existiert noch heute und verbreitet nach wie vor gute Laune auf der Tanzfläche.

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[b]Funky House[/b]
Funky House ist eine Richtung der House-Musik. Die Tracks weisen in der Regel keine allzu extremen Basslines oder aber Endlos-Loops auf. Oft findet sich auch Gesang (Vocals) in den Tracks wieder. Heutzutage wird in der Regel von Funky und Vocal House gesprochen, wenn verallgemeinert House als solcher erwähnt wird. Die Geschwindigkeit dieser House-Art weicht nicht sonderlich von den quasi standardmäßigen 128 BPM ab.

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[b]Latin House[/b]
Latin House ist ein Anfang der 90er Jahr entstandenes Untergenre der House-Musik, das sich durch die Mischung von traditionellen südamerikanischen und lateinamerikanischen Soundstrukturen mit dem typischen 4-4 House-Beat charakterisiert. Die Melodien sind sehr rhythmisch und man hört die typischen "Samba & Merenge" Beats. Der Latin-Sound entsteht durch die verwendeten Instrumente "Gitarre, Ölfässer, Handtrommeln usw.", unterlegt mit elektronischen House Music Loops.

Der Musikstil überschneidet sich teilweise mit Tribal House, wobei Tribal nur Rhythmusstrukturen traditioneller Musikstile übernimmt, Latin House jedoch auch melodische Elemente einbezieht, z.B. Piano-Riffs oder Bläsereinlagen, wie sie besonders für die karibische Musik typisch sind. Der Unterschied besteht in den verwendeten Begleitinstrumenten. Tribal setzt vorwiegend Percussions, Congas und Saxophon ein.

Geschwindigkeit: 126 - 130 bpm

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[b]Tech House[/b]
Tech House ist ein Genre der Elektronischen Tanzmusik, das Mitte der 90er Jahre entstand.

Man kann Tech House als eine Mischung der Musikrichtungen Techno und House bezeichnen. Vom Techno übernimmt das Genre die Geschwindigkeit (125-135 bpm), vom House dagegen einige Elemente wie die Funkyness, die dieses Genre auszeichnet. Der Sound von Tech House ist allerdings nicht einheitlich. Beispielsweise wird der Tech-House oft als sogenannter "Lückenfüller" verwendet, weil er sich für das Mixing mit vielen anderen Genres wie zum Beispiel Dance, Italo-Dance und Techno gut eignet. Außerdem ist zu bemerken, dass der Tech-House von Hörern, die normalerweise keine Befürworter der elekronischen Musik sind, sehr positiv angenommen wird.

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[b]Vocal House[/b]
Vocal House ist eine Stilrichtung der House-Musik und zeichnet sich im Vergleich zum gewöhnlichen House durch intensivere melodische Elemente sowie Gesangseinlagen meist weiblicher Sänger aus. Die Lyrics sind in der Regel elaborierter als etwaige Sample-Loops anderer Untergenres. Vocal House zählt neben Funky House zu den am meisten bekannten House-Stilrichtungen. Die Geschwindigkeit dieser House-Art weicht nicht sonderlich von den quasi standardmäßigen 128 BPM ab.

Die heutige Form des Vocal House ist vermutlich um das Jahr 2000 geprägt worden. Tempo, Klangfarbe und Texte wurde maßgeblich von manchen Clubs geprägt.

[img]http://www.benjaminbates.nl/extras/dj.gif[/img]Musik

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Bild von olafkoenig
olafkoenig Says:
Sa, 2006-02-11 08:51

wow, interessant. hast du d

wow, interessant.
hast du da irgendwo schon eine compilation zusammengestellt? Smiling


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House Music (nicht überprüft) Says:
Do, 2007-09-20 00:29

nicht schlecht....

die Beschreibung ist nicht schlecht....

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House DJ Contra (nicht überprüft) Says:
Di, 2007-12-04 21:13

top beschreibung

da haste house music aber echt schön beschrieben! mach weiter so...

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Marcieux (nicht überprüft) Says:
Sa, 2008-01-26 15:54

House Differenzierung

ein sehr kompetente Abhandlung über die verschiedenen Strömungen innerhalb des Genre House,
hat mich gleich zu einer Themensendung bei uns im Radio angeregt, danke dafür !

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House Forum (nicht überprüft) Says:
So, 2008-07-06 04:34

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