Verfasst von heiner am Di, 2008-05-20 18:32.

McDonalds :-)

Di, 2008-05-20 18:32

 

Heute stand mein Fahrer schon vor dem Hotel. Ab in die Fabrik zum Frühstück. Dann in mein neu eingerichtetes Büro. Beim hinsetzen habe ich mir gleich einmal die Knie am Schreibtisch angeschlagen, denn er ist viel tiefer, auch der Stuhl. Alle haben gelacht, nur ich nicht, denn es hat recht weh getan.

Gemeinsam ging es dann in die Fabrik. Ich war wieder erstaunt, was die Leute über Nacht alles gemacht haben. Es ist aber auch wie ein Ameisenhaufen. Überall wuselt es.

Ein großer Teil der fertigen Teile hat noch Fehler, die ausgebessert werden müssen. Gegen diese Produktion kann kein westliches Land gegen halten. Ich habe einige Fotos gemacht um mir Rat in Deutschland zu holen, wie diese Produktionsfehler beseitigt werden können. Meine Kenntnisse reichen hier nicht aus.

Zum Mittagessen gab es heute Nudeln. Sie werden so wie Spargel geschlürft. Ist recht laut bei sechs Leuten. In den Nudeln ist so ein grünes Zeug. Ist es zu hart spuckt man es einfach auf den Boden. Es kann auch sein, man holt so von ganzen unten den Schleim hoch. Es stört mich zwar, aber ich habe mich jetzt schon an einiges gewöhnt.

Heute haben wir zwei Stunden Pause gemacht nach dem Essen. Meine Begleitung hatte den Schlüssel zum Büro verloren.

Danach wollte ich im Internet nach einer Firma suchen, die Spezialelektroden in China vertreibt. Leider hat der große Bruder den Stöpsel gezogen. Nichts geht, also auf zu McDonalds in der nächsten Stadt. Meinen Begleiterinnen leuchten die Augen, so oft waren sie noch nie in der Stadt und bei McDonalds. Ich bin so froh das es den Laden gibt.

Das Wetter ist sehr schwül und die Luft wird einfach nicht besser. Wie viele Millionen in XinXiang City leben weiß ich nicht aber ich habe aber das Gefühl, daß heute alle bei McDonalds sind. Es ist unvorstellbar.

Alles was wir essen wollen lassen wir einpacken. Ich fahre ins Hotel und meine Begleiterinnen in ihr Zimmer. Selbst ihnen ist es zu voll, allerdings am Wochenende soll es erst richtig voll sein.

Ich habe ganz vergessen zu berichten, daß an jeden Abend mein Zeug zum waschen geholt wird. Am Morgen hängt es frisch auf dem Bügel und wird mir gebracht. Danke, Bitte und wie geht es Ihnen kann ich schon in Chinesisch.

  1. Christine Graf on Mi, 2008-05-21 07:57

    Andere Welt

    Scheint so, als ob du ganz schnell zu deiner Idealfigur kommst Eye-wink

    Die Berichte sind total interessant!

    Wie wohnen die Menschen? Viele zusammen in einer Wohnung? Alles Platte oder auch noch alte Häuser? Gibt es noch das alte China oder ist alles alte verschwunden und Neues drüber gebaut? Wo sind die Alten? Wie ist das mit Arbeitslosigkeit?

     

     

  2. heiner on Mi, 2008-05-21 17:39

    Ja wie sieht das so aus

    .Anhand der Bilder kann man ja sehen wie die Wohnungen innen sind. Ich gehe nicht allein auf die Straße, da es zu gefährlich ist. Wenn, dann immer in Begleitung.
    Die Stadt sieht eigentlich aus wie nach einem aufgeräumten Bombenangriff. Nur in der City entstehen neue Häuser. Das riesige Kaufhaus ist z.B. mit Blechplatten als Dach belegt. Regnet es, kannst Du Dir vorstellen was los ist. Nur innerhalb ganz kurzer Zeit haben hunderte von Händen das Chaos beseitigt.

    Wir fahren jeden Morgen an Kornfeldern vorbei. In der ersten Zeit habe ich die gelben tanzenden Punkte nicht erklären können, dann habe ich allerdings bemerkt, die Leute sind kleiner als das Korn hoch ist. Du siehst somit, wenn sie Unkraut pflücken nur den zugespitzen Chinesenhut. Es sind hunderte. In ein paar Kilometern entfernt steht die Dreschmaschine, es ist wie bei den Ameisen. Eine Linie hin und eine zurück.
    Meine beiden Begleiterinnen gehören schon zu der gehobene Klasse. In der Fabrik teilen sie sich mit mehreren einen Raum, bzw. machmal auch das Bett. Es kommt darauf an, wie die Schicht ist. Wenn wir zum Essen gehen, hat ein Teil der Leute auch Mittag. Sie haben alle so einen Blechnapf und sitzen in Reih und Glied in so einer Hockstellung. Das,  was sie nicht mögen fliegt raus in die Umgebung.

    Arbeitslose gibt es in der Form nicht. Sie werden überall zum Reinigen eingesetzt.
    Alle Straßen werden gefegt, die Chinesen werfen alles in die Gegend, was sie
    nicht brauchen können. Kaum ist gefegt worden, fliegt das nächste Teil schon wieder hin.

    Ganz lustig ist es an ganz großen Kreuzungen. Dort sind Blitzer wie bei uns. Da sich aber niemand an die Regeln hält, ist ständig Blitzlichtgewitter. Machmal greift ein Polizist ein, dann ist aber ein riesiges Theater und er verschwindet wieder.

    Ich habe mich gefreut ein ganz klein wenig von dem Land kennen zu lernen, nur leben möchte ich hier nicht.  Ach so, mit Stäbchen kann ich jetzt essen und zählen von 1 -10 geht auch schon. Guten Tag und Prost geht auch. Übrigens, Papa und Mama sagen sie auch zu ihren Eltern. Selbst die Betonung ist gleich.

  3. CHINA - Mittwoch + Donnerstag 21. - 22.05.2008 | bloghouse.o (nicht überprüft) on Fr, 2008-05-23 20:32

    Pingback

    [...] ging es wieder in meinen geliebten McDonalds. Das Auto ließen wir stehen, da es nicht weit war. Mache ich auch nicht wieder. Bewacht von [...]