Verfasst von Christine Graf am Mo, 2007-02-05 12:36.

Vielen Dank für deinen Beitrag

Mo, 2007-02-05 12:36

 

Das dritte Projektmeeting ist zu Ende und ich sitze nun hier in meinem Hotelzimmer und möchte euch berichten, was passiert ist.
Der gestrige Tag endete mit einer sehr kontorversen Ddiskussion über das Format und Struktur unseres blended learning cook book. Dieses Buch soll eines der Ergebnisse des Projekts sein und ich glaube noch immer daran, dass das eine gute Gelegenheit sein kann, unsere praktischen Erfahrungen im Umgang von blended learning zu zeigen. Um zu einer Lösung zu kommen, hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die eine Struktur for dieses Buch entwickeln soll.
Eben habe ich erfahren, dass wir wahrscheinlich ein sehr komplexes und sehr detailliertes Buch über blended learning schreiben werden, incl. unserer praktischen Beispiele.
Dieses Ergebnis und wie es dazu gekommen ist, ist exemplarisch für die Zusammenarbeit und Kommunikation in diesem Projekt.
Nicht, dass wir nicht wirklich hart gearbeitet und versucht haben, alle offenen Fragen zu diskutieren. Es gibt einfach einen sehr großen Unterschied in der Art und Weise der Kommunikation, der Bereitschaft im Sinne des Projektes zu arbeiten und Unterschiede zu aktzeptieren. Das liegt vielleicht an verschiedenen Kommunikationskulturen, vielleicht auch an der Art, wie die Geschlechterrollen gesehen werden. Wahrscheinlich ist es eine Summe aus beiden Punkten.
Wir, die Projektgruppe, haben oft den Willen unserer koordinierenden Einrichtung vermißt, einen gemeinsamen Nenner zu finden, um Ungereimtheiten aufzuklären und und unterschiedliche Ideen zu diskutieren.
Der offizielle Teil des Meetings endete heute vormittag, aber die Projektgruppe blieb zurück mit vielen unbeantworteten Fragen:

  • Welches sind die Kriterien für die qualitative Bewertung der erstellten Kurse?
  • Wie sollen wir die Arbeit der Tutoren und Einrichtungen bewerten?
  • Wie werden wir in der Lage sein die erstellten Kurse zu nutzen und zu tauschen, wenn diese nicht in Englisch verfügbar sind?/li>
  • Wie sieht die gemeinsame Kursstruktur aus?
  • Wie können wir die Kurse voneinander downloaden, wenn wir keine Berechtigungen dafür haben?

Wenn wir diese Fragen nicht klären, laufen wir Gefahr, zentrale Ideen des Projektes zu verlieren und nicht zu realisieren.
Die "Restprojektgruppe" ist übereingekommen, alle diese Punkte in die Agenda des nächsten Meetings aufzunehmen und diese so lange zu diskutieren, bis wir gemeinsam ein Antwort gefunden haben.
Wir wollen uns nicht wieder mit dem Satz unterbrechen lassen: Thank you for your contribution. Next please.



  1. Mein Bloghouse Blog on Mo, 2007-02-05 13:51

    3 worte für alles

    Don't vorry:)
    lg momo

    Leben in einer farbigen Welt
    http://www.bloghouse.org/de/momo

  2. Hagen Graf on Mo, 2007-02-05 14:10

    Wer bezahlt das!

    Das Projekt wird aus Steuergelder der Einwohner der EU bezahlt und ein Punkt ist ja auch den Kontakt in die Türkei zu erkunden/vertiefen/entwickeln etc.
    Ich finde es auch gerade deswegen gut, wenn so eine Gruppe aus verschiedenen Ländern ein Projekt angeht und die Probleme die sich aus dieser Konstellation ergeben auf den Tisch kommen.

    Momentan scheint das ja eher nicht so zu sein. Du wurdest ja recht rüde "abgebürstet".

    Ich bin ja mal gespannt, wie das mit der türkischen Projektleitung und den anderen Partnern so weitergeht.

  3. Christine Graf on Mo, 2007-02-05 15:44

    Wie arbeiten wir denn miteinander?

    Es ist wirklich eine ziemlich schwierige Kommunikation. So mußten wir beispielsweise schweigen, als der Rektor des Cankiri Colleges sprach, Fragen waren nicht erlaubt. Wir sollten diverse Dokumente unterschreiben, die Aktivitäten innerhalb des Projektes betreffend. Dabei ist alles im Vertrag, der zu Beginn der Projektarbeit unterschrieben, bereits vereinbart. Ich habe mich laut geweigert diese Unterschriften zu leisten, mit der Folge dass ich von der Arbeit am blended learning cook book ausgeschlossen wurde.
    Ich habe mich geweigert eine Präsentation über unsere blended learning Erfahrungen und Aktivitäten zu machen, weil ich vermeiden wollte, dass diese Präsentation, wie alle anderen auch, im Cankiri College verschwinden.
    Projektarbeit verstehe ich als einen gemeinsamen Prozeß, wo jeder Partner etwas in den Topf hineingibt, wir zusammen kochen und am Ende gemeinsm essen. Hier läuft es momentan so, dass die Partner alles in den Topf werfen, kochen und anschließend vom Festmahl ausgeschlossen werden und stattdessen in der Küche die Reste essen.
    Aber auch Reste machen satt. Ich jedenfalls habe eine Menge gelernt in diesem Prozeß und ich hoffe sehr, dass wir für machm-it.org noch etwas mehr herausbekommen, die Möglichkeit etwa, auf die von den Partnern erstellten Kurse zugreifen zu können.