tja gute Frage. Zuallerst einmal und grob vereinfacht, ist die Blende das Loch durch das das Licht in den Fotoapparat kommt. Gängigerweise kann man die Größe dieses "Lochs" mittels Lamellen unterschiedlich einstellen. Faustregel: kleine Blendenzahl - große Blendenöffnung. Blende 5.6 ist also ein relativ großes "Loch" im Gegensatz zu Blende 32. Große Blendenzahl - kleine Blendenöffnung.
Ist es egal wie groß man die Blende einstellt?
Nein, denn die Blendenöffnung wirkt sich auf zweierlei Dinge aus, die erheblichen Einfluss auf die Bildgestaltung haben.
1. die Verschlusszeit.
Abhängig vom Licht und der Filmempfindlichkeit (Iso), braucht man für ein Foto nur eine bestimmte Menge Licht. Ein Zuviel wäre eine Überbelichtung, ein Zuwenig eine Unterbelichtung. Die Verschlusszeit regelt wie lange die Blende offen bleibt. Logischerweise braucht man eine sehr offene Blende nicht solange offen zu lassen um eine genügende Menge Licht zur Belichtung zu erhalten, während man im umgekehrten Fall bei einer kleinen Blendenöffnung entsprechend länger offen lassen muss für die gleiche Mende an Licht.
Faustregel: große Blendenöffnung - kürzere Belichtungszeit, kleine Blendenöffnung - lange Belichtungszeiten.
Wird die Blende um eine Stufe geöffnet oder geschlossen, so verdoppelt bzw. halbiert sich die Menge des durchgelassenen Lichts.
Jedes Objektiv lässt -unabhängig des Fabrikats oder der Brennweite- bei gleicher Blendenzahl die gleiche Menge Licht durch, da die Blendenöffnungen in international genormte Stufen eingeteilt sind:
1,0 – 1,4 – 2,0 – 2,8 – 4,0 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32 45
2. die Tiefenschärfe oder Schärfentiefe
Mithilfe der Blende steuert man auch wie groß der Schärfebreich des Bildes sein soll. Das heißt wie weit vor und hinter dem Motiv (auf das mittels Entfernungseinstellung fokussiert wird) noch scharf abgebildet wird.
Durch das Scharfstellen eines Motivs hinter dem ersten Drittel des Bildbereiches nutzt man die Schärfentiefe optimal aus. Wichtig bel Landschaftsaufnahmen!.
Faustregel: Je größer die Blendenöffnung desto kleiner der Tiefenschärfebereich, je kleiner die Blendenöffnung desto größer der Tiefenschärfebereich.
Praktisch heißt das für Portraitaufnahmen große Blende, für Landschaft eher eine kleine (es soll ja vom Bildvordergrund bis zum Horizont scharf sein).
Beispiel für einen kleinen TiefenSchärfebereich:

f/5.6, 1/200s, iso 100, 18-200 144mm man sieht vom Hintergrund nur noch die Farbe, keine Form mehr, während die vorderen Blütenblätter scharf sind (die hinteren aber schon nicht mehr).

f/32, 1/6s, iso 100, 18-200 144mm Der Hintergrund nimmt Form, lenkt jedoch unschön vom Hauptmotiv ab. (anbei bemerkt, ich habe mit Stativ fotografiert, 1/6 s kann niemand mehr aus der Hand fotografieren ohne zu verwackeln)
Praktische Übungen:
Übung1
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