deutsch
Neue Lektüre zu jQuery
Leider gibt es kaum deutschsprachige Artikel zu jQuery. Glücklicherweise tut sich endlich was in deutschen Landen zu dieser wirklich sehr guten Javascript-Bibliothek. Es tut sich aber eher etwas in Sachen Klasse, weniger Masse. Das erstaunt mich, weil jQuery mit Abstand die beliebteste und am meisten genutzte Javascript-Bibliothek ist, die zudem eine sehr große Community hat.
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Nico Brünjes schreibt über “Sliden und Scrollen mit jQuery“. Seine Artikel über jQuery wachsen leider nur langsam.
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Daniel Mies erklärt kurz die jQuery-Methode each() und führt in die Erstellung eigener jQuery-Plugins ein.
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Schon im Mai letzten Jahres schrieb David Maciejewski darüber, wie man mit jQuery ein Element verändern kann. Auch die Kommentare zu diesem Artikel sind sehr interessant.
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Eine sehr gute Zufallsentdeckung ist für mich das Blog von Alexander Farkas im Zusammenhang mit jQuery. Er schreibt beispielsweise über ineffizienten jQuery-Code . Das Thema hört sich erst einmal unspannender an, als die Erstellung eines netten Effektes. WEnn man aber mit komplexeren Seiten arbeitet, ist eine effektive Codeschreibweise sehr wichtig und hilfreich. Alexander scheint sich gerne mit der jQuery UI zu beschäftigen. Seine Artikel über jQueryUI-Widgets oder dem Styling von Formularelementen sind alles andere als banal und auch endlich mal für fortgeschrittene Nutzer interessante Lektüre.
Eine interessante Linkliste von über 50 Artikeln für Einsteiger und Fortgeschrittene zu jQuery gibt es seit Anfang des Jahres bei Dr. Web.
Und zu guter Letzt sei mir noch ein wenig Eigenwerbung erlaubt. Wer sich für jQuery interessiert, aber noch einen Einstieg sucht, dem kann bestimmt mit meinem Einsteigerartikel zu jQuery geholfen werden. Er erscheint am 21. Januar in der Ausgabe 2.2009 des PHPMagazins.
last call
stehe kurz davor, den Text auf eBay zu stellen und wenn noch irgendwas superwichtiges zu beachten sein sollte, bitte melden: robert.basic@gmail.com. Den Text angepasst.
Ach ja, ich danke Euch für die vielen Tipps und Hinweise ohne Ende. Momentan komme ich nicht mehr dazu, alles zu beantworten, bitte um Entschuldigung. Zudem ist der Rummel etwas überraschend hoch. Auf der anderen Seite freut es mich, dass sich dadurch erneut mehr Menschen mit Blogs vielleicht befassen werden!
Status: Kontaktaufnahme mit eBay momentan zwecks Klärung einiger Fragen… bitte um Geduld
Status 2: Mein Server ist am Limit, sorry. Rückruf von eBay in Gange, abwarten, was eBay sagt und ob die mich unterstützen werden. Auktionstext soweit klar. Eintrag in eBay steht noch aus.
Status 3 (15:40 Uhr): eBay wird mich freundlicherweise bei der Auktion unterstützen. Sobald Feinjustierungen zusammen mit eBay vorgenommen sind, geht die Auktion in den nächsten Stunden an den Start. Ich hoffe auf 18:00 Uhr.
eBay Verkaufstext (Entwurf)
schreiten wir zur Tat, der folgende Text soll als Verkaufstext zur Auktion auf eBay rein. Wenn was fehlt, bitte melden. Ich nehme mal an, dass der Auktionseintrag in diese eBay-Kategorie kommt: “Kaufen > Business & Industrie > Sonstige Branchen & Produkte > Geschäftsverkäufe & Domains > Webseiten & -projekte”. Oder?
Titel: Basic Thinking Blog
Text:
Das Blog wird seit Anfang 2003 betrieben, zwischendurch gab es eine Pause, so dass es im Sommer 2005 wieder mit voller Power weiterging. Unter dem Strich hat es sich zu einem der bekanntesten Blogs im deutschsprachigen Raum entwickelt. Obwohl es kein dediziertes Themenblog ist, gibt es dennoch wichtige Schwerpunkte, die hauptsächlich web- und techniklastig sind. Es geht allgemein um wichtige Trends im Netz, um Blogging, Twitter, Social Networks, Web-Startups, um Ideen, Chancen und Bewertungen in diesem Gesamtumfeld. Manch einer spricht vom “deutschen Techcrunch”. Das trifft es zwar nicht ganz, geht aber in die grobe Richtung, was das Blog im Kern abbildet.
Die hohe Bekanntheit und der Rummel um den Verkauf bietet dem Käufer kurz- und mittelfristige Vorteile: Er kann von einer etablierten Stelle aus von Null auf Hundert durchstarten. Zudem wird der Kauf für einen sehr hohen Werbeeffekt sorgen, das erscheint mir gesichert. Und sollte nicht unterschätzt werden (über den anstehenden Verkauf gibt es überraschenderweise jetzt schon Berichte auf Spiegel Online, FAZ Online, FAZ Print, FR Print, usw….). Mittelfristig gesehen besteht eine sehr gute Chance, aus dem jetzigen Blog weitaus mehr zu machen, als ich es jemals wollte und konnte. Und offen gestanden, es ist wirklich nicht allzu schwer, die Kiste auf ein dem Blog-Status entsprechendes Qualitätsniveau anzuheben, das die Leser stets einfordern und erwarten. Leser lesen Inhalte, die wenigsten lesen mich. Das als Hinweis, das Blog hinge untrennbar mit meinem Namen zusammen. Wenn es als Blog bestehen bleiben soll, dann als dediziertes Fachblog, das bietet meiner Meinung nach die besten Chancen.
Zu dem Zahlenfutter:
1. Das Blog hat letztes Jahr rund 37.000 Euro an Werbeeinnahmen verzeichnet. 30.000 Euro für Direktbannerkunden und 7.000 für Linkverkäufe. Die Linkverkäufe haben annahmegemäß dazu geführt, dass Google den Pagerank des Blogs von 6 auf 4 gesenkt hat. Setzt die paid Links raus und Google wird wohl wieder lieb sein. Auf die Suchmaschinenrankings hat sich die Maßnahme nicht ausgewirkt. Was den Werbeumsatz mit Direktkunden angeht, so basiert das auf passiver Eigenvermarktung. Ich habe keine aktiven Werbevetrieb von mir aus betrieben, die Werbekunden kamen dankenswerterweise von sich aus. Sprich: Die Umsetzung eines aktiven Anzeigenvertriebs dürfte mit Leichtigkeit die potentiellen Werbeeinnahmen erhöhen. Das Blog ist in der Firmenlandschaft gut bekannt, gerade im ITK-Sektor.
2. Traffic: Laut Statcounter waren es letzten Monat 185.000 Unique Visitors und 254.000 Page Impressions. Auf Jahresebene 2008 waren es knapp unter 2,5 Mio UVs und 3,6 Mio PIs
3. SEO-technisch kann ich nicht viel sagen, das Blog sollte gut verlinkt sein. Typische Blog-Daten, aktuell bzw. letzte Statusreport je nach Updatezyklus:
- Technorati: Authority 1.331, 8.520 Blog reactions
- Deutsche Blogcharts: No.1.
- Rivva Leitmedien-Ranking: No. 3. (nach Spon und Heise)
- Wikio Europe Ranking: No. 1
- RSS-Abonnenten lt. Feedburner.com: ~16./17.000 (obgleich der Counter +35.000 anzeigt, was ein Bug ist imho)
Zum dem Verkaufsobjekt
Verkauft wird das gesamte Webprojekt auf der Domain BasicThinking.de. Dazu gehören sämtliche Blog-Inhalte auf basicthinking.de/blog (rund 12.450 Artikel). Das Blog läuft auf der Softwarebasis “Wordpress”, das keine Lizenzkosten verursacht. Die Domain wird natürlich mit verkauft und übertragen. Die Startseite basicthinking.de enthält zwei Bilder und einen werblichen Text. Das wird natürlich nicht mit verkauft;) Das Blog enthält +105.000 Kommentare. Sollten die Kommentierenden Mailadressen hinterlassen haben, werden diese vor Übergabe des Webprojekts gelöscht. Die Inhalte unter “Speakers Corner” sind von Gastautoren und gehören mir nicht. Bitte stimmt Euch mit den Gastautoren ab, was mit den Inhalten passieren soll. DIe Inhalte auf “BBTV” sind Videovorstellungen von Bloggern. Auch da fragt bitte nach, ob die Inhalte entfernt werden sollen.
Was die Übergabe per se angeht: Natürlich stehe ich zur Seite, um nicht nur den Verkauf vetragstechnisch gemeinsam abzuwickeln, sondern auch helfend bei den technischen Fragen rund um Wordpress, und wenn gewünscht, auch bei der inhaltlichen Konzeption.
- Break, to be continued
Zwischenfrage: Wie kann man einigermaßen ausschließen, dass man die Seite nicht zu einer Porn/Pokerseite verkommen lassen möchte?
Versteigerung wird morgen um ~13:00 Uhr gestartet.
WP Cache hält
dachte, heute wird es etwas ruhiger vom Traffic, aber es ist nun auch so ein schöner Test für das Plugin Wordpress Super Cache geworden (siehe Artikel), das Lastspitzen abfedern soll. Zum frühen Nachmittag ist bereits das Trafficniveau des gestrigen Gesamttages fast erreicht worden, sprich die Traffficlast ist im Schnitt etwas höher. Und das Blog meckert nicht wie gestern, als es ab der Verkaufsankündigung nach oben ging, aber WPSC noch nicht aktiviert war. Die Antwortzeiten sind überraschend gut. Also, Daumen hoch für WP Super Cache!
Twitter-Gümbel und ein kleiner Versuch
wir nähern uns an, uns mit politischen Kandidaten im Netz direkt austauschen zu können, bidirektional. Dazu ein kleiner (Selbst-)Test auf dem hypermodernen Twitter, wo der hessische SPD-Spitzenkandidat -Schäfer-Gümbel - kommuniziert (wie schon gestern geschrieben). Kommuniziert oder sendet er? Das ist für mich persönlich ein wesentlicher Unterschied. Gestern hatte ich ihn angetwittert, heute seine Rückantwort. Und prompt fiel mir das dann ein:
Ich weiß nicht, ob er darauf eingehen würde, aber klasse fände ich das. Die Fragen via Twitter? Hm… es wird weniger um seine politischen Ansichten gehen, sondern mehr zum “warum twittere ich” und “was waren dabei meine Erfahrungen als Spitzenkandidat einer Landtagswahl”. Was sich von selbst versteht, auch wenn das so nicht auf den ersten Blick normal erscheint: Schäfer-Gümbel ist ein Politiker. Ok. Aber er versucht, zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden. Daher sollte man sein Vorhaben wie auch das potentielle Amt respektieren. Nein, es wird keine dummen Unsinnsfragen geben. Wollts nur gesagt haben, dass es nicht um Fun oder das Runterziehen eines Politikers gehen wird. Mir gefällt einfach, dass er Twitter probiert. Wo andere noch Jahrzehnte schlafen würden.
Update, nicht mal eine halbe Stunde später ist die Antwort da. Hey, er hat anscheinend den Turbo drin. Ein Mann ganz nach meinem Geschmack!
Dummheit bezahlt mit Kälte
Da das Auto aber in einer sehr komischen Parkposition stand, und kein Rankommen möglich war, musste es erstmal aus der Lücke geschoben werden. Da ich so schnell keine Handschuhe greifbar hatte, setzte ich meine Hände schnellhelfend auf die Motorhaube, um das Auto aus der Lücke zu schieben. Das Ende vom Lied ist nun, dass ich leichte Erfrierungen an den Fingern habe und diese erstmal behutsam wieder auf Vordermann bringen muss.... *grrrr* Selber Schuld, hätte ja Handschuhe im Auto haben können, hatte ich aber nicht!
Euch ein frostfreies Schaffen wünscht
Nordlicht
Guten Morgen
so, gefrühstückt:) Und gerade eben mit einem Journalisten der Frankfurter Rundschau wegen dem anstehenden Verkauf gesprochen. Jetzt kann ich mich endlich wieder dem Bloggen zuwenden. Verkauf…
Ich werde als Nächstes einen Verkaufstext für eBay hier reinstellen, um den quasi von Euch absegnen zu lassen, da ich das noch nie gemacht habe. Möchte ausschließen, dass irgendwas Wichtiges fehlt oder ein Klopper drin ist. Der Verkaufstext wird jedoch eh nicht besonders lang. Bisserl Zahlenfutter, kurze Einleitung und die stichwortartige Beschreibung, was verkauft wird. Dazu ein Verweis, dass die Interessenten hier auf dem Blog in einem eigenen Artikel Fragen stellen können, insofern das eBay erlaubt?
Alex, na klar, würde mich freuen, wenn Du das Probefahrer-Blog auf Buzzriders umziehen möchtest. Denn hier läuft ja noch sein Blog auf einer Subdomain. Und ich würde es sehr ungerne löschen müssen, nur weil dem Käufer das nicht ins Konzept passt. Was sowieso nicht passiert wäre, da wir die Inhalte eh gesichert hätten, um sie ggbfl. auf eine eigene Domain zu ziehen.
Ach ja, auf Seo-United findet Ihr ein Interview zu dem Verkauf.
Was die zahlreichen Kommentare und Blog-Artikel angeht, möchte ich mich für die Meinungen bedanken. Kann aber aufgrund der Menge nicht mehr auf jeden einzelnen eingeht, tut mir leid. Soll nicht derespektierlich erscheinen, aber ich komm einfach nicht mehr hinterher. Sorry. Auf einen Artikel möchte ich dennoch kurz gesondert hinweisen: Die Idee ist ja mal wirklich geil:)) Dennoch werde ich das so nicht durchziehen, da man sonst kaum noch eine Kontrolle hätte, wer das Blog weiterführt. Und die Annahme steht im Raum, dass Käufer mit ernsthaften Angeboten genug Professionalität besitzen, so ein Baby weiter aufzupeppeln. Einfach so gebe ich mein Blog nicht irgendjemanden in die Hände, der es zu einem 08/15-Blog verkommen ließe. So mein Wunsch… na ja…
Diesel unter 1€ pro Liter
Eigentlich wollte ich am 29.12. ja mit diesen Fotos die Unter-1-€-Premiere seit wasweissichwievielen Jahren dokumentieren, aber dummerweise haben heute auch Tankstellen Displays mit einer Wiederholfrequenz. Diese war leider nicht kompatibel zur Verschlusszeit des iPhones.
Twitternder MP-Kandidat Hessen
ne, nicht Koch, ich meine jetzt Schäfer-Gümbel. Den Nachfolgekandidat von Ypsilanti, die werdet Ihr ja wohl noch in Erinnerung haben;) Der twittert. Und? Nun, er twittert erstaunlich entkrampft, angeblich leibhaftig. Wenn mich nicht alles täuscht, wird das der erste Twitter-Politiker aus dem Lande Hessen, den ich auf meine Follower-Liste setze.
WP Super Cache
gestern war ein komischer Tag. Da bloggt man was über den anstehenden Verkauf und die Zugriffszahlen steigen im Grunde genommen nicht besonders hoch, doch der Server raucht bei der Mehrlast ab (na ja, er schmierte nicht ab, aber die Antwortzeiten gingen in den tiefsten Keller). Die Page Impressions beliefen sich auf 21.600. Das ist grob das Doppelte vom Normalmaß und es wurmt mich, dass das Blog ab diesen Größenordnungen abraucht. Berücksichtigen muss man natürlich, wie sich der Traffic verteilt bzw. wie groß die konkurrierenden Zugriffe zur gleichen Zeit in der Lastspitze sind. Kämen alle auf einmal, würde kein normaler Webserver nachkommen.
Wie dem auch sei, ich habe mir jetzt -was ich schon längst probieren wollte- das Wordpress-Plugin “WP Super Cache” installiert. Das nach dem Prinzip arbeitet, aus einer dynamischen Auslieferung von Inhalten (die aus der MySQL-Datenbank bedient werden) statische Dateien zu erzeugen. Die ein Webserver unter Umgehung von Datenbankabfragen und der Entlastung der PHP-Abarbeitung eher ausliefern kann, da man schlichtweg zwei große Arbeitspakete damit streicht:
This plugin generates static html files from your dynamic WordPress blog. After a html file is generated your webserver will serve that file instead of processing the comparatively heavier and more expensive WordPress PHP scripts.
Da bei der Aktivierung des Plugins einige Grundfunktionen und Schreibrechte erwartet werden, ist die Installation nicht ganz ohne. Also nix mit plug & play. Was damit den Einsatz für abolute Anfänger erschwert. Im Grunde genommen ist das aber wirklich nicht so wild, wenn man die Fehlermeldungen durchliest und Schritt für Schritt das tut, was drinsteht.
Nach Aktivierung des Plugins lief das Blog wieder rund. Wann man es demnach einsetzen sollte? Schwer zu sagen, wo die Schmerzgrenze Eures Webservers liegt, das findet man dann heraus, wenn es soweit ist. Ich würde supergrob sagen, dass man sich ab 10.000 Seitenaufrufen pro Tag langsam Gedanken machen sollte, das Tool zu installieren. Wobei Seitenaufrufe nicht viel besagen müssen, wenn ein Blog pro Abfrage mit extrem vielen Datenabfragen aufwartet (zB über den Einsatz datengieriger Plugins) und zugleich übermäßig viele Files ausliefern muss. Das können zB Bilddateien sein. Die der Server natürlich ebenso mit ausliefern muss. Sprich, jede auszuliefernde Datei (.html, .jpeg, .gif, .png…), jede zu interpretierende Datei (.php, .js, …) und jede Datenbankafrage kostet Power. Rechnerlast, die auf Kosten von Plattenzugriffen, CPU-Zeiten und RAM geht, aber auch Bandbreite der Netzkarte. Daher würde ich die 10.000 Page Impressions mit Vorsicht genießen. Es gibt draußen genügend Shared Hoster, die nur bis zu einem bestimmten, recht niedrigen Grenzwert dem Bloginhaber Ressourcen des Webservers zuordnen, den man sich mit anderen Kunden teilen muss. Diese Angaben findet man kaum in den AGBs bei Vetragsabschluss, zumal sie die meisten Kunden nicht bewerten könnten, meiner einer inlusive. Oder wisst Ihr etwa, wie viele Datenbankabfragen Euer Wordpress erzeugt?
Zeit, dass sich was dreht
Jep, die Entscheidung steht seit langer Zeit fest, genauer gesagt seit mehreren Stunden, obgleich die Lust auf Neues seit letzten Sommer herumspukt:) Das Blog wird verkauft. Ja, ich blogge natürlich weiter, nur mit mit etwas anderen Vorzeichen. Techiekram und Privates wird getrennt, auf den Blogs Buzzriders.com und auf RobertBasic.de. Der Techiekram bekommt neue Schwerpunkte mit der Zeit, Hauptstoßrichtung wird die “Minituarisierung des Webs” (wenn man es analog industriell denkt), einer der spannendsten Entwicklungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte überhaupt. Zweisprachig. Das Privatblog wird sozusagen mein Trashblog, alles was mir vor die Flinte kommt, wird dort verbloggt. Ohne Rücksicht auf Ansehen und Blog.
Was passiert mit dem jetzigen Blog dann? Das weiß ich nicht. Das hängt vom Käufer ab und ob sich einer überhaupt findet. Natürlich werde ich ihn ggbfl. unterstützen bei der Übergabephase. Wie kann ich das Blog aufgeben? Ganz einfach, indem ich es tue:) Und gerade weil es so gut positioniert ist, gefällt mir den Gedanke, da er radikal genug ist, so wie es mir gefällt. Neu bauen, das ist geil! Altbewährtes ist was für “Manager”. Beide muss es geben. Ich will nicht managen. Zudem denke ich gerade deswegen, dass ein Nachfolger auf der jetzigen Basis das Blog noch viel besser voranbringen und professionalisieren kann, wenn er denn überhaupt das Projekt als ein Blog weiterführen will. Einen besseren Starting Point wird er im Netz kaum finden (hey, trommeln darf ich, es ist mein Verkaufsobjekt;).
Die über 100.000 Kommentareinträge werden btw so bereinigt, dass alle Mailaddies gelöscht werden! Die Frage kommt nämlich immer bei Blog-Verkäufen auf. Und die Beiträge auf Speakers Corner und BBTV? Da ich nicht Eigentümer dieser Beiträge bin (bei BBTV zwar etwas anders gelagert, aber dennoch), werden diese entfernt.
Wann startet der Verkauf? Morgen, auf eBay. Es wird einen Minimalpreis geben. Wie hoch? Weiß ich noch nicht konkret. Wie lange? Eine Woche. Dann bin ich wie Ihr schlauer, ob Basic Thinking einen Marktwert besitzt und wie hoch der ist. Und wie immer gilt hier: Das Teilen von Erfahrungen ist wichtig, selbstverständlich wird der Verkauf dazu beitragen, dass man hierzulande bei der Bemessung von Blogwerten erneut etwas schlauer sein wird, auch wenn es lediglich ökonomisch gemessen wird.
Und hey, dieser Wind heute, was ist das für eine Brise um einen Blogverkauf? Tstststs:)))
Basic Thinking verkaufen?
Traditionell halte ich es beim Bloggen so, dass ich rund alle 12-24 Monate was Neues starte. Seit 2007 hat sich aber außer der Layoutumstellung und dem Einsatz von Direktwerbung nicht viel getan, was Änderungen angeht. Änderungen… davon gab es nicht wirklich viele die letzten zwei Jahre.
Wie sah denn mein bisheriges Bloggerleben aus, wenn ich von stetigen Änderungen spreche? 2003 hatte ich mein Basic Thinking Blog gestartet. Im gleichen Jahr ging das MEX Blog (Fokus: Wirtschaft) an den Start und wurde bis Mitte 2005 gemeinsam mit anderen betrieben. Obwohl ich dem doofen Ausklang des Blogs nachtrauere, war es letztlich ein guter Abgang auf der Höhe der Zeit, denn das MEX Blog war bis dato super angenommen worden. Ab Mitte 2005 hatte ich also wieder BT ausgepackt und blogge seitdem hier. Im Frühjahr 05 ging außerdem das WoW-Gruppenblog an den Start, seitdem ich aber World of Warcraft nicht mehr spiele, mache ich da nicht mehr mit (muss wohl Ende 06 aufgehört haben) und warte es lediglich als Admin. Für ein spezielles Spieleblog ist das ein natürlicher Verlauf, das wie ein Projekt mit einem Anfang und einem Ende zu betrachten ist. Ich würde es niemals plätten, dazu steckt viel zu viel Herzblut drin, getragen von zahlreichen, begeisterten Mitschreibern und Lesern (es hatte ziemlich schnell überraschend hohe Trafficniveaus erreicht, obwohl es zu der Zeit exzellente WoW-Seiten im Netz gab). Und im November 05 hatte ich das eBay-Blog namens “321Blog.de” aus der Taufe gehoben, mangels Interesse an dem immer unspannender werdenden eBay jedoch das Blog anno 07 einer neuen Ausrichtung übergeben (sozusagen das Blog für Schwergewichte, für das heute Oliver Gassner verantwortlich zeichnet).
Tja, wäre Zeit für einen Luftwechsel. Oder? Und warum nicht das Blog Basic Thinking zum Verkauf ausschreiben und ein komplett neues Blog starten, frisch, unverbraucht, von quasi Null beginnend wie früher? Auch befreit ohne das Gelaber, was ein A-Blogger schreiben darf und was er gefälligst als Aushängeschild zu verantworten hat, was aber mehr eine Nebenrolle spielt, nachranging hinter dem Änderungsbestreben. Der Gedanke, so ein etabliertes Blog aufzugeben, reizt mich ausgesprochen, zugegeben. Das radikale Element gefällt mir, mir nix dir nix die Zelte abzubrechen. Wo würde ich dann hingehen? Nirgendwohin, ich würde im Netz bleiben und wohl unter Buzzriders mein neues Bloghaus beziehen, über grob die gleichen Themen sprechen, die sich schwerpunktmäßig mit Trends im Netz befassen. Kann dann aber sein, dass es eine sprachliche Mischung abwechselnd aus deutschen und englischen Artikeln wird. Wie damals zu Beginn meines Blogger-Daseins, wo ich weitaus besser mit der “halben Welt” verbunden war und dieses globale Kommunizieren genossen habe. Das vermisse ich.
Da ich bei einer Aufgabe des Blogs auf erhebliche Einnahmen verzichten würde, kommt ein Verkauf von Basic Thinking ökonomisch zwingend in Frage. Um den Ausfall zu kompensieren. Immerhin ranked das Blog viel zu gut und ist viel zu bekannt, um das damals wie beim MEX Blog einfach so aufzugeben und vergammeln zu lassen (was aber nicht meine Entscheidung war). EBay sollte dazu die beste Plattform sein. Natürlich muss man neben der Positionierung des Blogs berücksichtigen, dass ein Teil an meiner Person hängt. Und ein Käufer nicht einfach so weitermachen kann. Was per se nicht geht, denn das Blog wird und wurde über meinen Stil getragen, es war nicht nur auf der Themensetzung basierend. Wenn ich es einschätzen müsste, so dürfte wohl die Marke Basic Thinking mind. die Hälfte ausmachen, meine Person ist von Jahr zu Jahr hinter diese Marke gerutscht. Es würde demnach so oder so einen neuen Stempel aufgedrückt bekommen, da ich das Blog nicht mehr als Schreiber befüllen würde. Wenn es nach mir ginge, würde sich das Blog weiter mit Techie-Themen befassen, da sehe ich es am besten aufgehoben, was eine Übernahmestrategie angeht. Einnahmetechnisch sollte es kein Thema sein, die Umsätze zu verdoppeln bis verdreifachen, wenn man es proaktiv angeht (ich bin bisher immer nur passiv gewesen bei der Vermarktung). Gretchenfrage, klar: Was beim Verkauf herumkommt? Ich habe keinen blassen Schimmer. Alles zwischen 10-100k ist denkbar.
Meinungen? Ich habe Lust auf ein neues Abenteuer. Wenn man mich fragt, wie ich die Chancen sehe, das in die Tat umzusetzen? Mindestens 50:50.
“Zeit, dass sich was dreht”
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Cafehaus-Talk 3
das dritte Cafehaus-Talk findet im gemütlichen Lesecafe statt, Diesterwegstr. 7, FFM (Stadtteil Sachsenhausen). Ab 17:00 Uhr. Am nächsten Dienstag (13.01).
Diesmal wird es einen Themenfokus geben: Politik und Internet (Aufhänger ist dieser Artikel). Was wird das deutsche Wahljahr 09 inkl. Bundestagswahl bringen? Bezogen auf das pol. Mitmachengagement und die Diskutierfreude via Netz. Werden die Parteien Wahlkampf vermehrt übers Netz machen? Wird Obamas Wahlstrategie abgekufpert (Gegenthese: Ich hoffe nicht, da ich das für den größten Spamfeldzug aller Zeiten halte)? Sollte man als webaffiner Wähler den Politikern die Hand reichen und zum Mitdiskutieren übers Netz auffordern? Was kann man selbst tun theoretisch? Nebst Wahlen in Deutschland wächst das Monster oder der Segen EU? Wie kommt man an Infos zu EU Politik heran? Wer schaut durch im Dschungel? Auch hier: Was kann man selbst tun?
Fußball ist so anziehend, weil keiner weiß wer gewinnt
Auf die Frage “Können Sie verstehen warum so unendlich viel Geld in den Fußball gepumpt wird” antwortet Rudi Völler im 11Freunde-Interview:
Das wusste schon Sepp Herberger: Der Fußball besitzt so eine Anziehungskraft, weil keiner weiß, wie das Spiel ausgeht. Schauen Sie auf andere Sportarten: Im Handball wird niemals ein Zweitligist gegen den THW Kiel gewinnen. Da können alle Kieler mit der schwachen Hand werfen, die gewinnen trotzdem. Oder im Basketball: Keine deutsche Bundesligamannschaft wird jemals gegen ein NBA-Team gewinnen. Im Fußball ist es anders: Da kann ein Viertligist im Pokal immer einen Erstligsten rauswerfen.
…und Recht hat er. Das ganze, lange, aber sehr interessante Interview gibt’s bei 11Freunde.de.
Twitter hat da ein Problem
Es brodelt in der Web-2.0-Welt. Sicherheitsprobleme bei Twitter machen die Runde. Wie viele von Euch sicher schon gehört haben, gab es in den letzten Tagen einige Aufruhr wegen einiger unsauberer externer Twitterdienste.
Das große Problem ist, dass man bei Twitter für die Anbindung externer Dienste dort immer die kompletten Logindaten angeben muss. So etwas wie einen API-Key oder sonstige externe Authentifizierung über Dritte gibt es bei Twitter nicht. Auch nach vielen Monaten und vielen Beschwerden. Twitter zeigt sich dort wie auch in anderen Punkten sehr unbeweglich und uneinsichtig. Warum das so ist kann man wohl nur spekulieren.
Casi von zweipunktnull.org bringt nun ein neues Thema auf den Tisch. Die Tatsache, dass Facebook Twitter von heute auf morgen in die Tasche stecken könnte ist durchaus in gefährlicher Nähe und wenn einige Faktoren richtig stehen und Facebook eine Hand voll Schlüsselpersonen auf seine Seite ziehen kann, dann ist wohl tatsächlich von heute auf Morgen Ebbe im Twitterland.
Auf jeden Fall dann, wenn Twitter nicht schleunigst merkt, dass es nicht damit getan ist die Schäden einiger gehackter Accounts von Prominenten einfach wegzuwischen und so zu tun als wäre nichts gewesen. Ich würde die Hacks von Britney Spears, Obama, Foxnews und weiteren einfach mal als Warnung verstehen und als letzte Chance schnell was an den Sicherheitsvorkehrungen zu ändern - angekündigt haben sie’s.
Google: Picasa für Mac OSX fertig
Lange genug hat es gedauert. Gestern hat Google den offiziellen Release der ersten Mac-Version des Desktop-Programms Picasa zur Macworld bekannt gegeben. Picasa ist der Bilderdienst mit der in meinen Augen besten Desktopapplikation. Ich habe noch keine Lösung gesehen, die sich so gut in der Kombination lokale Bildverwaltung und Webalben versteht.
Natürlich stehen die Picasa Webalben Flickr in einigem nach, vor allem die ganzen “social”-Aspekte fehlen bei Google ziemlich, wer jedoch darauf nicht aus ist und einfach nur seine Bilder bequem verwalten und online veröffentlichen will, ist mit Picasa sehr gut bedient.
Auf den ersten Blick bietet die Mac-Version alles was man auch schon von der Windows-Version kennt. Sie scannt in vorgegebenen Verzeichnissen nach Bildern und ordnet sie auf Basis der Ordnerstrukturen in kleine Grüppchen. Jedes Bild kann einfach bearbeitet und mit Effekten getunt werden.
Derzeit steht die Mac-Version von Picasa ausschließlich in englischer Sprache zur Verfügung. Erfahrungsgemäß ändert sich das bei Google jedoch recht schnell.
Den Download von Picasa 3 für Mac OSX gibt’s hier, die offizielle Releaseankündigung hier.
Night
heute … Hymnen, die in Stadien gesungen werden. Immer etwas für Gänsehautmomente.
Meine Nummer 3, La Marseillaise, im Rugby-Spiel Frankreich vs Neuseeland
videolink
Meine Nummer 2, Flower of Scotland, die Schotten schmettern das mit Inbrunst heraus (Ronnie Brown heizt denen auch gut ein, der traditionell deren Hymnen bei Fußballspielen singt). Gesungen anlässlich der EM-Qualifikation gegen Italien im Hampden Park (17.11.2007):
videolink
Meine Nummer 1, eine echte Fußballhyme, Never Walk Alone, gesungen am 11.03.2004. In Glasgow beim Spiel Celtic Glasgow gegen Barcelona. Das Lied wurde dieses eine Mal nicht der eigenen Mannschaft gewidmet, sondern den mehr als 180 Terroropfern in Spanien. Das Publikum übernimmt nach rund 1 Minute. Die beste Ansage gegen den Wahnsinn des Terrors, singend seine Stimme zu erheben:
videolink
Walk on, through the wind,
Walk on, through the rain,
Though your dreams be tossed and blown.
Walk on, walk on with hope in your heart,
And you’ll never walk alone,
You’ll never walk alone
Übrigens, wohl nicht umsonst dürfte das Lied so beliebt sein in England, einem Volk, dass sich die “never give up”-Mentalität schon in der Wiege in die Herzen eintätowiert, so wie ich die Engländer bisher kennengelernt habe.
Btw, alle drei Lieder haben was gemeinsam, sie sind im Grunde genommen Kriegslieder. Passt gewissermaßen zu sportlichen Events, natürlich auf friedliche Art und Weise:
Marseillaise
“Die Marseillaise wurde von Claude Joseph Rouget de Lisle in der Nacht auf den 26. April 1792 während der Kriegserklärung an Österreich im elsässischen Straßburg verfasst. Sie hatte zunächst den Titel Chant de guerre pour l???arm??e du Rhin, d. h. ???Kriegslied für die Rheinarmee???, und war dem Oberbefehlshaber und Gouverneur von Straßburg, dem im Jahr zuvor zum Marschall von Frankreich ernannten Grafen Luckner gewidmet.”
The Flower of Scotland
“Das Lied behandelt den Kampf von William Wallace und Robert the Bruce gegen den englischen König Edward II., insbesondere den Sieg Roberts in der Schlacht von Bannockburn. Mit der ???Blume Schottlands??? ist nicht die Distel gemeint, sondern die junge Generation, die im Krieg für Schottland gefallen sind.”
You???ll Never Walk Alone
“You’ll Never Walk Alone ist ein Musik-Stück, das von Richard Rodgers (Musik) und Oscar Hammerstein II (Text) im Jahr 1945 komponiert wurde. Es wurde für das Broadway-Musical Carousel geschrieben und ist Bestandteil des Finales. Das Lied hatte für viele, die Angehörige im Zweiten Weltkrieg hatten und um diese bangen mussten, eine verbindende Wirkung.”
Am deutlichsten wird das besungene Element des sportlichen (Kriegsersatz)Wettkampfs beim Haka - “Lied mit Tanz” - zwischen den Rugbtyteams von Neuseeland und Tonga:
btw, das scheint mein 100. Night-Beitrag gewesen zu sein, ein kleines Blog-Jubiläum. 100? Uffz,…
Webjahr 2009 = Politjahr?
dieses Jahr stehen in Deutschland folgende, bedeutende Wahlen an (Wikipedia):
Landtagswahl in Hessen am 18. Januar
Landtagswahl im Saarland am 30. August
Landtagswahl in Sachsen am 30. August
Landtagswahl in Thüringen am 30. August
Bundestagswahl 2009 voraussichtlich am 27. September
Landtagswahl in Brandenburg im Herbst
Die Wahl des Bundespräsidenten habe ich bewusst nicht genannt, da sie ohne Volksbeteiligung stattfindet. Obgleich der Bundespräsident das höchste Staatsamt in D bekleidet.
Nun könnte man annehmen, dass nach Obamas Wahlkampfvorbild die Parteien ihre Schwerpunkte teilweise ins Netz verschieben. Obama hat schließlich Massen übers Netz aktiviert. Lohnenswerte Imitation? Was die Hessenwahl angeht, sehe ich persönlich davon … Null. Null in dem Sinne, dass ich keinen Unterschied zu vorherigen Wahlen bemerke. Weitläufig habe ich schon letztes Jahr von allen Politgurus zweifelnde Worte vernommen. Die Parteien seien zu mental-zentralistisch aufgestellt, um das notwendige Maß an Mitmachsignalen im Netz auszusenden. Sie wollen und sie werden die Wahlkampfkontrolle beibehalten. Mitmachen… Aktivierung…. Demokratisierung via Netz… tolle Stichworte, doch letztlich nur Worthülsen.
War das aber wirklich anders in den USA? Neu? Man sollte nicht Obamas charismatische Wirkung unterschätzen, die ganze Scharen von Lippenlesern angezogen hat. Alles wurde aufgesaugt, natürlich auch via Web. Demnach sollte man Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Bei jeder anderen Person wäre der Web-Wahlkampf größtenteils verpufft. Und ich habe nicht gesehen, dass Obama irgendwo “Kontrolle” aufgegeben hätte, die einem neuartigen Wahlkampf mit Webschwerpunkten nachgesagt wird, wenn die Strategie Erfolg haben soll. Im Gegenteil: Obama hat schlichtweg alle Kanäle mit Messages zugemüllt. Was allerdings war davon bidirektional? Mitmacherei? Nix! Welch Wunder. Wer herausposaunt, dass sich alles ändern wird und man auch “kann” wenn man will, worüber soll man sich thematisch unterhalten? Das war mehr ein Glaubenswahlkampf denn ein inhaltlicher Wahlkampf. Es basierte auf der Sehnsucht der Amerikaner, die Richtung der Bush-Jahre zu wechseln, das Ansehen zu reparieren und letztlich überwog wohl das Gefühl, Obama könne die Wirtschaftskrise besser als die Republikaner meistern.
Was also sollen sich die Parteien hierzulande abschauen? Du kannst Obamas Charisma nicht klonen. Es gibt keinen polarisierenden Druck, etwas zu ändern. Und darauf kannst Du auch keinen Online-Wahlkampf ?? la Obama aufbauen. Das war aber der Dreh- und Angelpunkt, change… den Obama personifizierte wie kein anderer zuvor. Und sein Team hat es exzellent verstanden, die Webkanäle dahingehend auszurichten (vaD die Webspenden in absoluter Rekordhöhe zwecks Finanzierung eines gigantisch teuren Wahlkampfs). Ohne einen deutschen Obama wird es nix nachzuahmen geben. Ich würde mich daher überhaupt nicht wundern, wenn es auch 2009 nix Großartiges im Netz zu sehen geben wird. Wenn man sich Gedanken über einen Online-Wahlkampf macht, muss man es ohne Obamas Sonderstellung und daraus abzuleitenden Webstrategien machen. Man wird sozusagen da ansetzen müssen, wo man gerade feststeckt. Und da unsere Lernkurve seit jeher nicht sehr steil ist, wird es den Parteien als komplexe Organisationsgefüge nicht anders ergehen. Zumal das auch eine Altersfrage ist. Ich erwarte weder von einem Münte, noch von Angie oder gar einem Guido frische Signale. Und von einem beamtischen Steinmeier schon mal gar nix.
Eine Rezeptur habe ich nirgends entdecken können bisher. Einen Ansatz zeigen die Überlegungen eines kleinen Teils der republikanischen Mitglieder auf, befeuert durch die Niederlage:
This isn???t just about the Internet ??? it???s about recognizing that in a people-powered era, with the power of technology-empowered grassroots movements on the rise ??? everything about the way we mobilize voters changes. Campaign plans that called for a few hundred or thousand volunteers making phone calls in the final days are hopelessly quaint and limiting in an era when millions of people want to feel connected and involved 24/7.
Doch der Grat ist schmal, man wandert zwischen Politspam und “Grasroot”, was auch immer Grasroot konkret bedeutet. Und nur weil einer ein tolles Politvideo dreht, auf Twitter seine Überzeugungen rausposaunt und in WKW eine Gruppe gründet, muss das noch lange nix bewegen.
Es läuft auf die Frage hinaus, ob die Parteien gesamtheitlich wahrgenommen auch via Netz soweit herunterschweben können, um sich mit dem Wahlvolk spürbar zu verbinden. Nehme ich es den Parteien ab oder habe ich den Eindruck, die wollen mich nur zulabern? Das wiederum bedeutet, dass man sich mental mit den Kommunikationswerkzeugen einlässt, die einem theoretisch in der vollen Breite zur Verfügung stehen. Lasse ich die Gesichter der Spitzenpolitiker vor meinem geistigen Auge rotieren, sehe ich eher Fragezeichen, denn Überzeugungen und Einlassungen auf neue Gebiete der Kommunikation.